Gestaltung der Übergänge und der Schäftung

By | 14. Dezember 2013

Wie versprochen hier nun der zweite Teil der Hochzeit. Nachdem die drei Komponenten (Vorderrumpf, Rumpfröhre und Seitenleitwerk) verbunden waren, konnten wir mit der Vorbereitung für das Schäften beginnen. Dies beinhaltete zwei Aufgaben: Einerseits musste ein Schäftkeil in das Kohlegewebe bzw. in das Glasgewebe geschliffen werden. Außerdem mussten die Lücken in den Übergängen mit Schaum aufgefüllt werden, sodass das geschäftete Gewebe vom Schaum gestützt wird.

An der hinteren Schäftstelle füllten wir die Lücke mit Schaumblöcken und Bauschaum aus. Anschließend wurde noch etwas gespachtelt, um eine gute Auflagefläche für das Schäftgewebe zu bieten.

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, stellten wir Abweichungen an der vorderen Verbindungsstellefest. Diese wollten wir mit dem Übergang etwas ausgleichen. Dazu schnitten wir Schaumbahnen zurecht, die anschließend auf den Übergang geklebt und mit Bauschaum unterfüttert wurden. Die Schaumbahnen konnte man anschließend abschleifen und damit die gewünschte Kontur erzeugen. Hierbei kam es jedoch zu Komplikationen, da der Bauschaum teilweise nicht aushärtete und sich stärker als erwartet ausdehnte. Dies führte dazu, dass partiell die Schaumbahnen komplett abgeschliffen wurden und der Bauschaum wieder hervorkam. Nach erheblichem Mehraufwand an Schleifen und Spachteln war der Übergang letztendlich aber doch bereit für die Schäftung. Wir entschieden uns die kleineren Fehler nach der Schäftung auf der neuen Schäftoberfläche auszugleichen, da diese besser zu bearbeiten und bequemer erreichbar war.

Beide Schäftungen führten wir mit 3 Lagen Kohlegewebe durch, die von der untersten zu oberen immer schmaler wurden. Um die Kohlelagen an den Verlauf des Übergangs anzupassen, zeichneten wir die Verläufe auf Folie auf. Auf diesen Folien wurden die Lagen auch jeweils vorlaminiert. Anschließend konnte man an der Linie entlangschneiden und die Lagen auflegen. Nach etwa einem Tag Wartezeit war das Harz, mit dem das Gewebe getränkt wurde, ausgehärtet und die gewünschte Festigkeit hatte sich eingestellt. Nun sind noch einige Nachbearbeitungen notwendig bis der Hinterrumpf abgeformt werden kann, aber wir haben unser Ziel erreicht und die Werkstatt ist nun frei für die Winterwartung und unseren Astir, der diesen Winter neu lackiert werden soll. Doch mehr dazu im nächsten Artikel.